Die SP Stadt Bern würdigt den Bericht der Finanzkommission (FIKO) zur finanziellen Situation der städtischen Kitas. Die SP fordert vom Gemeinderat eine Gesamtstrategie, die Chancengerechtigkeit, Qualität und finanzielle Stabilität miteinander verbindet. Ziel muss ein Kita-Angebot sein, dass für alle Kinder in der Stadt Bern zugänglich ist und eine hohe Betreuungsqualität aufweist.
Die SP Stadt Bern nimmt den Bericht der Finanzkommission (FIKO) zur finanziellen Situation der städtischen Kitas zur Kenntnis. Die FIKO zeigt auf, dass die finanzielle Schieflage auf einen Rückgang der Nachfrage, tiefere Auslastung nach der Pandemie und auf ein sich veränderndes Marktumfeld zurückzuführen sind. Ausserdem ist die heutige Spezialfinanzierung ungenügend ausgestaltet, um Defizite aufzufangen.
Jetzt braucht es eine klare Strategie des Gemeinderats
«Wir erwarten vom Gemeinderat eine Strategie für die städtischen Kitas. Im Zentrum steht dabei die Chancengerechtigkeit: Alle Kinder sollen unabhängig von der finanziellen Situation ihrer Eltern oder ihrem Wohnquartier Zugang zu qualitativ guter frühkindlicher Betreuung haben», sagt Chandru Somasundaram, Co-Präsident der SP Stadt Bern. Gerade in einer sich verändernden Angebots- und Nachfragesituation steht die öffentliche Hand in der Verantwortung, Lücken zu schliessen und ein flächendeckendes Grundangebot sicherzustellen. Gleichzeitig braucht es ein Konzept für Bildung und Betreuung, das Kitas und Tagesschulen besser aufeinander abstimmt und so die gemeinsame Planung und Steuerung von frühkindlicher und schulergänzender Betreuung bedarfsgerecht verbessert.
Die Strategie soll zudem die Eignung der heutigen Spezialfinanzierung überprüfen, verschiedene Szenarien zur künftigen Entwicklung von Auslastung, Personal und Kosten aufzeigen und eine transparente, regelmässige Berichterstattung sicherstellen.
Gute Betreuung ist öffentliche Verantwortung
Städtische Kitas sind ein wichtiger Teil des Service Public. Sie garantieren nicht nur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern sind auch ein Ort früher Bildung, Integration und Chancengerechtigkeit. Dieses Angebot muss allen Kindern offenstehen, insbesondere jenen aus Familien mit geringem Einkommen oder in herausfordernden Lebenssituationen und unabhängig von Profitinteressen. Es braucht verlässliche Rahmenbedingungen, damit städtische Kitas unter den heutigen Anforderungen bestehen und ihre wichtige Aufgabe erfüllen können. Gute Arbeitsbedingungen sind dabei zentral, nur so können die Kitas allen Kindern eine verlässliche Betreuung bieten.
Mit der laufenden Revision des Reglements über die familienergänzende Betreuung (FEBR) und der eingereichten Motion zur Rückführung der Kitas Stadt Bern in die Stadtverwaltung sind die politischen Weichen gestellt. Diese Geschäfte bilden die Grundlage für die kommenden Diskussionen. Ziel bleibt, eine zukunftsfähige und sozial gerechte Kinderbetreuung in der Stadt Bern zu gewährleisten.
Für weitere Auskünfte:
- Chandru Somasundaram, Co-Präsident SP Stadt Bern: 078 897 55 36, chan.somasundaram@gmail.com
- Johannes Wartenweiler, Vizepräsident SP/JUSO-Fraktion: 079 235 91 64, wartenweiler@lorraine.ch